So finden Sie das richtige Ferienlager
Vor der ersten Reise

Um Ihrem Kind die mögliche Angst vor dem Alleinsein zu nehmen, erzählen Sie von Ferienreisen, die Sie als Kind gemacht haben und vermitteln Sie positive Gefühle. Auch wenn Ihr Kind schnell neue Freunde gewinnen wird, ist es oft besser, schon mit einem Freund oder der Freundin anzureisen.

Fragen Sie bereits frühzeitig im Freundes- und Bekanntenkreis Ihres Kindes herum, wann seine Freunde Zeit hätten,mit in ein Ferienlager zu fahren. So können Überschneidungen mit Urlaubsplanungen vermieden werden und Ihr Kind hat eine erste Kontaktperson im Ferienlager.

Sollten Sie Ihr Kind in ein Ferienlager eines Vereins schicken wollen, so erkundigen Sie sich einmal beim Verein, ob dieser eine Möglichkeit hat, andere Kinder und Teilnehmer bereits vor dem Ferienlager kennenzulernen. Viele Vereine bieten Gruppenstunden oder regelmäßige Veranstaltungen an, bei denen Ihr Kind andere Teilnehmer kennenlernen kann.

Besuchen Sie auch zusammen mit Ihrem Kind den Informationsabend vor dem Ferienlager, wenn ein solcher von Ihrem Anbieter angeboten wird. Hier kann Ihr Kind bereits die Betreuer ein erstes Mal kennenlernen und erhält einen Einblick, wie es im Ferienlager zugehen wird.

 
Reiseziel für Kinder aussuchen

Bevor Sie eine Reise für Ihr Kind buchen, informieren Sie sich genau über das Reiseziel, die Betreuung und die Art der Unterkunft. Besonders bei kleineren Kindern ist eine ruhige Gegend mit wenig Straßenverkehr zu empfehlen.Bei einem Reiseziel in Wald- oder Seenähe mit attraktiven Ausflugzielen in der Umgebung liegen Sie generell richtig. So kann sich Ihr Kind in der Natur austoben und erholen und gleichzeitig in den Genuss eines abwechslungsreichen Ferienprogramms kommen.

Fährt Ihr Kind zum ersten Mal in ein Ferienlager, so sollten Sie ein Reiseziel wählen, das nicht all zu weit von Ihrem zu Hause entfernt ist, so dass Sie Ihr Kind im Falle von Heimweh abholen könnten, wenn Sie und die Betreuer des Ferienlagers dies als sinnvoll erachten. Manche Anbieter geben auch eine Heimweh-Garantie und erstatten in diesem Fall einen Teil der Kosten zurück.

Informieren Sie sich vor der Buchung der Freizeit auf jeden Fall über die Teilnahmebedingungen des Anbieters und erfahren Sie Details über die Bezahlung der Freizeit und die Kosten, die auf Sie zukommen, wenn Sie von der Freizeit zurücktreten wollen. Was passiert mit den Teilnehmergebühren, wenn ihr Kind früher aus dem Lager abgeholt wird oder das Lager abgebrochen werden muss?

 
Arten von Ferienlagern

Ehrenamtliche Ferienfreizeiten

Ehrenamtliche Ferienlager werden meist vor Ort in der eigenen Gemeinde von einem kirchlichen oder gemeinnützigen Träger angeboten. Die Betreuer arbeiten meist ehrenamtlich und organisieren die Freizeit in Eigenregie. Um herauszufinden, wer vor Ort solche Freizeiten anbietet, empfiehlt es sich, bei der evangelischen und katholischen Kirchen- / Pfarrgemeinde zu fragen (die Konfession spielt häufig keine Rolle, ob jemand mitfahren darf oder nicht), oder bei der AWO, den Pfadfindern, der CVJM, der KJG, den Messdienern oder weiteren Einrichtungen.

Hauptamtliche Ferienlager-Veranstalter

Wer keinen Veranstalter vor Ort hat, oder damit nicht verreisen möchte, kann sein Kind auch bei einem kommerziellen Reiseveranstalter unterbringen. Dies ist meist etwas teurer (aber immer noch ein günstiger Urlaub), dafür sind die Betreuer in der Regel entsprechend ausgebildet, und die Organisation verfügt über langjährige Berufserfahrung. Zahlreiche kommerzielle Veranstalter sind bei Ferienlager Online unter "Hauptamtliche Lager" in der Navigation aufgelistet. Um nicht auf die Nase zu fallen, sollten Sie zusätzlich einige Dinge beachten: Die Betreuer sollten die Kinder rundum betreuen können. Also nicht nur Eckpunkte des Programms stellen, sondern die Kinder gemäß ihren Interessen auch individuell fördern können. Der Veranstalter sollte hier über langjährige Erfahrung verfügen. Das Programm, die Unterkunft und die Freizeitmöglichkeiten sollten zudem abwechslungsreich und altersgerecht sein. Und letztlich der Preis: Der Veranstalter sollte möglichst viele Leistungen bereits inklusive haben. Reiserücktrittskostenversicherung, Eintrittsgelder, Transferkosten etc. haben nicht alle Veranstalter inkludiert. Aber auch hier gilt: Umhören und in Internet-Foren Meinungen bzw. Erfahrungsberichte einsehen!

Sportvereine

Eine weitere Möglichkeit, sein Kind auf eine Freizeit zu schicken, besteht darin, Angebote von Sportvereinen zu nutzen. Entweder als Trainingslager oder als reine Freizeit. Dazu ist jedoch eine Mitgliedschaft erforderlich. Solch eine Freizeit bietet dabei die Chance, neue Kinder kennenzulernen und so von Anfang an in den Verein eingebunden zu werden. Als gute Quelle gelten die internen Vereinshefte, in denen solche Freizeiten angeboten werden.

Details

Ist die Busfahrt inklusive oder muss ich für Eigenanreise sorgen? Gibt es genügend Betreuer, die sich um mein Kind kümmern (als Richtwert kann man 7-10 Kinder im Schnitt einem Betreuer zurechnen). Besteht ein ausgewogenes Verhältnis aus Unterhaltung, Sport, Kreativität, Sicherheit? Werden Versicherungen angeboten? Hat die Ferienfreizeit einen guten Ruf? Wie werden die Kinder verpflegt?
All diese Dinge sollten bei der Wahl eines Veranstalters beachtet werden.

Umhören!

Egal, ob Sportverein, Kirchenlager oder Reiseveranstalter: Die beste Werbung ist immer noch die Empfehlung von Teilnehmern. Einfach einmal im Bekanntenkreis umhören, im Internet suchen, in die Gästebücher reinschauen und lesen, was Teilnehmer über die letzten Fahrten geschrieben haben.

 
Kosten der Freizeiten

Kosten: Richtwerte

Grundsätzlich sind Ferienlager eine sehr günstige Art, Urlaub zu machen. Zeltlager sind immer günstiger als eine Unterbringung im Haus. Bei Auslandsreisen muss natürlich der erhöhte Fahrpreis einkalkuliert werden. Um zu sehen, ob die Freizeit, für die ich mich interessiere, einen angemessenen Preis hat, sollten ähnliche Angebote verglichen werden. Einen fairen Reiseveranstalter erkennen Sie oft auch daran, dass er Ihnen tolerante Stornokosten gewährt und zusätzliche Leistungen wie die Reiserücktrittsversicherung oder Ganztagsverpflegung inklusive anbietet. Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftbedingungen des Anbieters lohnt sich daher. Aber: Der Preis ist nicht allein Ausschlag gebend für die Qualität der Freizeit!

Versteckte Kosten

Bei ehrenamtlichen Freizeiten ist der Preis meist all inclusive, also auch inkl. aller Eintritts- und Fahrtkosten etc. In der Reisebeschreibung unbedingt lesen, was inklusive ist und was extra bezahlt werden muss! Extra-Kosten sind häufig: An- und Abreise, Versicherungen, Eintrittsgelder. Es gibt aber auch viele Veranstalter, die dies im Preis enthalten haben.

 
Unterkunft und Ernährung

Ferienlager finden oftmals als Zeltlager oder mit Unterbringung in Häusern oder Bungalows statt. Bevor Sie etwa ein Zeltlager buchen, gehen Sie sicher, dass Ihr Kind weiß, was es erwartet. Übernachten Sie zum Beispiel einige Male mit Ihrem Kind im Zelt im Garten oder in der freien Natur. Sie merken dann schnell, ob sich Ihr Kind auf die Situation einlässt. Informieren Sie sich auch über die sanitären Einrichungen vor Ort, auch wenn Ihnen bewusst sein muss, dass Körperpflege bei Teilnehmern an Zeltlagern nicht immer an erster Stelle steht ;-). Das ist natürlich abhängig vom Alter.

Im Ferienlager sollte der Veranstalter für eine altersgerechte Ernährung sorgen. Dazu gehört neben vitaminreicher Kost auch die ganztägige Getränkeversorgung. Engagierte Veranstalter bieten darüber hinaus oft sogar zwei Gerichte zur Auswahl. Varianten der Mahlzeit ohne Schweinefleisch oder vegetarisch sollte auf Wunsch ebenso selbstverständlich sein. Informieren Sie sich, ob alle Mahlzeiten während der Freizeit bereits mit dem Teilnehmerbetrag bezahlt worden sind, oder ob Ihr Kind während Ausflügen zum Beispiel für die Verpflegung selbst aufkommen muss.

 
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